20142013

„Ein unkompliziertes Bistro, in dem der Patron seine schmackhaften klassisch-französisch geprägten Spezialitäten servieren lässt.  Zur Wahl stehen auch verschiedene Menüs (attraktiver Preis), die Sie individuell zusammenstellen können.“

„Im Bistrot B“ nebenan stehen für kleine Münze populäre französische Regionalgerichte und einige Reminiszenzen an die „Drei-Sterne-Küche der 60er und 70er Jahre“ auf dem Programm.“

„Es gibt einige Restaurants, die Zeitreisen anbieten, doch keines gleicht dem Bistrot B. Es ist eine einzige Huldigung an die Drei-Sterne-Küche der 60er und 70er Jahre und eine Art kulinarisches Museum. Doch verstaubt ist hier nichts, ganz im Gegenteil. Wovon man sonst nur in Büchern lesen kann, kommt hier frisch auf den Teller. Und nirgendwo auf dem Globus werden Sie so viele Gerichte aus dieser goldenen Zeit auf einer Karte finden wie hier im „Bistrot B“. Das Essen ist nicht schick angerichtet, sondern so wie damals: unspektakulär. Am Gaumen dagegen: spektakulär.

Zum Beispiel Paul Bocuses‘ „Marinierter Lachs nordische Art.“, die „Muschelsuppe mit Safran“ der Gebrüder Troisgros, Jacques Pics „Nieren mit Minzsoße“. Gerichte, die Legende sind oder Geschichte geschrieben haben. Auch Desserts wie „Himbeermousse im Hippenteig“ (ein Rezept von Alex Humbert aus dem „Maxim’s“), Mousse und Sorbet von der Bitterschokolade nach Roger Vergé oder „Eierschnee mit Karamelleis und Krokant“ von Charles Barrier. All das wird nicht von irgendeinem Möchtegern zubereitet, nein, sondern von einem Kölner Sternekoch, der selber jahrelang als Restaurantkritiker arbeitete und sein Handwerk nicht nur von der Pike auf gelernt hat, sondern gerade auch die Klassiker liebt und versteht: Jean-Claude Bado vom Sternerestaurant „La Poêle d’Or“. Das liegt direkt neben dem „Bistrot B“, beide Restaurants werden vom selben Team bekocht.

Man teilt sich Küche, Toiletten und die große Weinkarte. Die Tropfen darauf sind zum Teil wunderbar gereift. Und da das Menü im „Bistrot B“ zum Schnäppchenpreis angeboten wird, kann man beim Wein ruhig ein paar Euro mehr ausgeben. Und wer mag, kann hier auch famosen Käse von Maître Tourette genießen.

Und all das für kleines Geld in einer schlichten, aber netten Bistro-Atmosphäre. Bei gutem Wetter werden die Glastüren geöffnet, und man sitzt quasi draußen.