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„Jean-Claude Bado kocht klassisch und zugleich modern, bereitet seine Gerichte gefühlvoll, aromatisch und ausgewogen zu, gute Produkte sind selbstverständlich. Wer dazu gerne einen schönen (französischen) Wein hätte, kann getrost den Empfehlungen des Oberkellners folgen.
->  Steinbutt mit Mandelschaum. Perlhuhnbrust mit Sauce Albufera und Mais-Macaron von roten Früchten

„Zusammen mit dem „Goldenen Pflug“ und dem „Chez Alex“ war die Poêle d’or in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine Kult-Adresse: Das Restaurant galt als Hort moderner französischer Genüsse. Nach zehnjähriger Pause ist es wieder erstanden und sieht erstaunlicher Weise genau so aus wie früher. Dass es auch so schmeckt wie früher, dafür sorgt Jean-Claude Bado: Er war viele Jahre bei einem Retaurantführer für die deutschen Drei-Sterne-Tempel zuständig und weiß somit, was heutzutage auf den Tisch kommt.
So ist das „Menü Tradition“ alles andere als traditionell: Die Foie gras kommt mit Bitterschokolade, die Rotbarbe paart sich mit Lamm und Artischocken, die Ente mit Kürbis und Tamarindensauce. Der „Nizza-Salat neu interpretiert“ löst wegen seiner dekonstruktivistischen Strenge bei älteren Feinschmeckern leichte Irritationen aus, aber bei der Schokoladen-Variation von Araguani ist alles wieder gut. Da ist eine Küchenbrigade am Werk, die Spaß am Experiment hat. Mehr liest man in meinem Buch „Top Restaurants in Köln – 25 Jahre Gastronomie-Geschichte“.
Hinzu kommt der geschulte Service durch den Restaurantchef und seine muntere Truppe – verstärkt seit kurzem durch einen jungen französischen Sommelier. Der hat die aktuellen Weine zur Hand und große Gewächse aus der damaligen Zeit.“